Richtlinien für das Erstellen von wissenschaftlichen Arbeiten am Institut für Finanzrecht

1. Allgemeines

Bitte beachten Sie, dass die formalen Kriterien (insbesondere die Abkürzungs- und Zitierweise) einen Teil der wissenschaftlichen Leistung darstellen und somit Auswirkungen auf die Benotung haben.

Stand: September 2015

2. Konzept

Das Konzept besteht aus der Gliederung und dem Literaturverzeichnis. Daraus sollten sich der Aufbau sowie die verwendete Literatur erkennen lassen.

3. Umfang von wissenschaftlichen Arbeiten

 Erforderlich sind mind 50.000 Zeichen (inkl Leerzeichen und Fußnoten),

 das entspricht etwa 25 Textseiten,

 Verzeichnisse + Anhänge werden nicht hinzugezählt.

4. Format

Die wissenschaftliche Arbeit ist im Papierformat DIN A4 zu erstellen.

Folgende Formatvorlagen sind zu verwenden:

4.1 Zeichen

Schriftart: Times New Roman 12 pt

Zeilenabstand: 1,5 Zeilen

4.2 Absatz

Absatz: Leerzeile (= Zeilenschaltung vor jedem neuen Absatz)

Textausrichtung: Blocksatz

4.3 Fußnoten

Schriftart: Times New Roman 10

Laufweite: Standard

Zeilenabstand: 1,0 Zeilen

5. Aufbau

Die einzelnen Punkte Ihrer Arbeit sowie der Text sollten in einheitlicher Weise nummeriert und wie folgt gegliedert sein:

 Titelblatt (besteht aus: Thema, Name des Verfassers, Matrikelnummer, Lehrveranstaltungsnummer, LV-Leiter, LV-Semester + Datum)

 Inhaltsverzeichnis

 (Abkürzungsverzeichnis)

 Einleitung

 Hauptteil

 Resümee

 Quellenverzeichnis (besteht aus Literaturverzeichnis, Entscheidungssammlung + Abbildungsverzeichnis)

5.1 Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis soll dem Leser einen schnellen Überblick über das Thema und den Aufbau verschaffen. Linksbündig befindet sich die Nummerierung samt Überschrift, rechtsbündig die Seitenzahl. Unterüberschriften sind einzurücken, sofern es die Länge und Anzahl derselben zulassen. Beispiel:

1. Steuern ................................................................................................................... 1

1.1 Einkommensteuer .................................................................................... 5

1.1.1 Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft ................................ 13

1.1.2 Einkünfte aus selbständiger Arbeit ......................................... 15

1.1.3 Sonstiges ................................................................................. 17

1.2 Körperschaftsteuer ................................................................................. 18

1.3 Umsatzsteuer ......................................................................................... 20

2. Gebühren, Beiträge .............................................................................................. 24

5.2 Abbildungen und Tabellen

Im Text ist auf verwendete Abbildungen und Tabellen zu verweisen. Diese sind mit (falls vorhanden) einer Quellenangabe fortlaufend zu nummerieren und mit Untertitel zu versehen. Die gewählten Untertitel sind einschließlich der Nummerierung in das Abbildungsverzeichnis bzw Tabellenverzeichnis zu übernehmen.

6. Abkürzungsregeln und Zitierweise

Abkürzungen und Zitate müssen nach den AZR (Friedl/Loebenstein, Abkürzungs- und Zitierregeln der österreichischen Rechtssprache und europarechtlicher Rechtsquellen7 [2012] Manz, Wien) vorgenommen werden. In der gesamten wissenschaftlichen Arbeit muss einheitlich zitiert werden.

6.1 Zitierfähigkeit

Die verwendete Literatur soll die wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema enthalten. Das sind Kommentare, Monographien und wissenschaftliche Aufsätze aus Fachzeitschriften oder Sammelwerken. Vorlesungs- sowie Vortragsmitschriften sind generell nicht zitierfähig, weil Zitate in dieser Form nicht überprüfbar sind.

Skripten, allgemeine Lexika („rockhaus"), Zeitungsartikel etc gelten nicht als wissenschaftliche Arbeiten und sind daher in aller Regel nicht zu zitieren; Ausnahmen sind bspw eine besondere Formulierung, oÄ. Gleiches gilt für Zitierungen aus dem Internet, so gelten insbesondere Beiträge aus „ikipedia" nicht als wissenschaftliche, zitierbare Beiträge.

6.2 Die wichtigsten Zitierregeln

 Fußnoten beginnen mit Großbuchstaben und enden mit einem Punkt.

 Mehrere Literaturangaben in einer Fußnote sind durch einen Strichpunkt zu trennen.

 Ist für Werke ein Zitiervorschlag vorhanden, dann sollte dieser verwendet werden.

 Name des zitierten Autors kursiv, Vorname nur bei Verwechslungsgefahr; mehrere Autoren durch Schrägstriche voneinander trennen, Bindestrich nur bei Doppelnamen (zB Doralt/Ruppe, aber: Mayer-Maly).

 Bei Zitaten aus Büchern oder Lehrbüchern ist die zitierte Auflage anzugeben.

Wörtliche Zitate müssen kursiv unter Angabe der Quelle zwischen Anführungszeichen exakt wiedergegeben werden (eventuell mit Fehlern und in alter Rechtschreibung; Auslassungen durch den Autor sind kenntlich zu machen […).

6.3 Beispielsammlung Beispiele für das Zitieren von…

Fußnotenzitat

Erstzitat sowie Zitat im Literaturverzeichnis

Büchern

Kirchmayr, Beteiligungserträge, Seite.

Kirchmayr, Besteuerung von Beteiligungserträgen, Wien 2004.

Zeitschriftenbeiträgen

Kirchmayr, RdW 2004, 640.

Kirchmayr, Indexanleihen als ausländischer Investmentfonds? RdW 2004, 640.

Kommentaren

Doralt, EStG10, § 19 Tz 1.

Doralt/Mayr, EStG13, § 6 Tz 1.

Kirchmayr in Doralt/Kirchmayr/Mayr/Zorn, EStG17, § 27 Tz 1.

Doralt, Einkommensteuergesetz – Kommentar (Loseblatt) bzw

Doralt/Kirchmayr/Mayr/Zorn, Einkommensteuergesetz – Kommentar (Loseblatt).

Sammelwerken oder Herausgeberschaften

Tanzer in FS Doralt, Seite.

Tanzer, Steuerrechtliche Gewinnermittlung und Rechnungslegung nach dem UGB, in Beiser/Kirchmayr/Mayr/Zorn (Hrsg), Ertragsteuern in Wissenschaft und Praxis, FS Doralt (2007) 431.

Entscheidungen

VwGH 23.7.1997, 95/13/0506 (ggf um Fundstelle zu ergänzen).

EuGH 15.7.2004, Rs C-315/02, Lenz, Slg 2004, I-7063.

BGBl

BGBl 1996/43; ab 1997 in drei Teilen: BGBl I 2002/100, BGBl II 1998/23.

Erlässen

EStR 2000 Rz 6447.

UStR 2000 Rz 706.

 

Folgeseiten sind mit „f" bzw „ff" zitieren.

Abkürzungen (im Einzelnen nach den AZR) erfolgen ohne Punkt (zB, vgl, Abs, Art, Z, BGBl, Rn, Rz, etc).

Anmerkung: für das Zitieren von Zeitschriftenbeiträgen:

Manche Zeitschriften (RdW, ÖStZ, … haben zwei Fundstellenangaben. Einerseits die Artikelnummer (zB ÖStZ 2015/568) und andererseits die Seitenzahl (zB ÖStZ 2015, 455). In beiden Fällen ist derselbe Artikel gemeint, als Fundstelle ist aber immer die Seitenzahl zu zitieren. Auf der genannten Seite beginnt der Beitrag; soll jedoch eine bestimmte Seite zitiert werden, dann wird diese in Klammer gesetzt; zB Mayr, RdW 2015, 189 (194).